Name:
FESTIVAL

Rasse:
Paso Peruano

Alter:
geboren 14.05.1998

Vater:
Mandingo RyR (*1995)

Mutter:
Finura JKR (*1994)

Züchter:
Raul Risso y Barbara

Informationen über die Rasse
Paso Peruano
(mit freundlicher Genehmigung von Klaus und Sabine Steffens, 21769 Armstorf)

Rasse-Merkmale

Der Paso Peruano ist ein Naturtölter mit 100% genetisch fixiertem Gang, den schon die neugeborenen Fohlen zeigen. Das Stockmaß von 1,43 bis 1,55 m bewährt sich als angenehme Arbeitsgröße.

Typische Rassemerkmale sind die abfallende Kruppe mit tief angesetztem Schweif, eine schräge Schulter, viel Gurtentiefe, üppiges Schweif- und Mähnenhaar sowie das charakteristische Merkmal "Termino". Dabei werden die Vorderbeine beim Heben von der Schulter ausgehend, fließend seitlich nach außen und mit gutem Raumgriff nach vorn geschwungen. Diese Bewegung darf nicht verwechselt werden mit dem fehlerhaften "Bügeln" manch anderer Pferderassen, sondern unterstützt hier manchmal auch die Zeitverzögerung um aus dem lateralen, also passigen Abfußen einen Viertakt werden zu lassen.
Die Hinterbeine des Paso Peruanos sind meist nicht so gerade gebaut wie bei trabenden Rassen, sie wirken eher säbelbeinig. Der Peruaner braucht aber mehr Winkel im Sprunggelenk, denn in der Bewegung biegen sich Sprung- und Fesselgelenk und wirken als Stoßdämpfer. Bei trabenden Rassen entwickelt das Sprunggelenk die Schubkraft durch Hebung und gleichzeitiger Biegung. Die Hinterbeine eines Paso Peruanos bewegen sich aber eher gleitend vorwärts mit wenig Hebung des Sprunggelenks und landen in oder besser vor den Spuren des Vorderhufes. Dies erleichtert die Aufrichtung und freie Bewegungsmöglichkeit der Vorderbeine.

Neben dem Naturtölt sind für die Züchter und Reiter Charakter, Temperament, Wesen und Gebrauchswert wichtig, um ein in der Haltung anspruchsloses Reitpferd zu züchten. Man sieht den Pasos ihren Arbeitswillen und das Bemühen, dem Menschen zu gefallen, förmlich an, etwas, was der Peruaner mit "Brio" umschreibt. Im Zusammenhang mit der allgemeinen Leistungsfähigkeit müssen auch Spätreife, Anspruchslosigkeit in Fütterung und Haltung als rassetypisch besonders erwähnt werden. All diese genannten Eigenschaften machen den Paso Peruano zu einem idealen Freizeit- und vor allem Wanderreitpferd. Denn das vorrangige Zuchtziel ist eben seit Jahrhunderten, ein komfortables Reisepferd zu züchten. Außerdem kann man natürlich mit Paso Peruanos an offenen Gangpferdeturnieren teilnehmen, die z. B. von der Internationalen Gangpferdevereinigung (IGV) angeboten werden. Der Verband Paso Peruanos Europa e.V. richtet sogar eine Europa-Meisterschaft für Paso Peruanos aus, an der in speziellen Gang-, Reit- und Trailprüfungen die Vielseitigkeit und Einsatzmöglichkeiten dieser Pferde gezeigt werden kann.

Gangverteilung

Der Paso Peruano ist im Unterschied zu anderen Gangpferderassen ein Dreigänger mit Schritt - Paso Llano - Galopp. Getrabt werden diese Pferde unter dem Sattel von der Zuchtrichtung her gar nicht, die meisten können es überhaupt nicht oder sie zeigen den Trab nur im Freilauf auf der Weide oder als Imponiergehabe. Denn durch die strenge Selektion wird noch heute in Peru versucht, den Trab weitgehend zu Gunsten einer lateralen Bewegung herauszuzüchten. Natürlich kommen immer wieder Pferde vor, die vermehrt den Trab anbieten. Doch wenn die peruanischen Bereiter und Züchter meinen, der Aufwand für die Ausbildung zum Paso Llano wird zu hoch, wird dieses Tier aus der Zucht genommen.

Trabgene stecken eigentlich mehr oder weniger in jedem Pferd und da hier in Europa dafür auch ein Markt besteht, können diese trabtalentierten Tiere ausgebildet und zum Teil als 4-Gänger geritten werden. Die Zuchtrichtlinie aus Peru, der wir nach dem EU-Tierzuchtgesetz (Richten nach dem Ursprungszuchtgebiet) verpflichtet sind, gibt aber weiterhin das 3-Gang-Pferd vor, das auch an der Hand den Paso Llano (Töltvariante) zeigen muss. Meistens haben die Paso Peruanos, die auch etwas trabveranlagt sind, mehr Aktion mit den Vorderbeinen und halten den Paso Llano auch in hohem Tempo noch gleichmäßig durch, ohne wesentlich in den "Sobreandando" (leicht passige Tendenz) zu verschieben. Eine gute Voraussetzung, um auch bei einem IGV-Turnier mit platziert zu werden.

Der Galopp der Paso Peruanos ist entsprechend seiner Gangveranlagung eine im Vergleich etwas flacher "gelaufene" Gangart und wirkt weniger bergauf gesprungen als z.B. beim Warmblüter.